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Die Tracht der Landler


Einführung in die Trachten der Landler

Einheitliche Kleidung um der Zugehörigkeit einer Gemeinschaft Ausdruck zu verleihen.

"Die Tracht der Landler ist in allen Formen maßvoll und frei von Absonderlichkeiten, dabei höchst ausdrucksvoll; es ist ihr gegeben, Jugend, Frohsinn, Trauer, Ernst und Feierlichkeit einfach, eindringlich, jedem verständlich darzustellen."
(Aus: Volkstrachten aus dem Kreis Hermannstadt, 1980)

Die Farben Weiss und Schwarz sind vorherrschend. Der einfache, altartige Schnitt, die nicht auffalenden, aber doch kunstvolle Handstickereien lassen die Merkmale der Kleidung im einzelnen Generationen je nach Familienstand und Anlass erkennen.

Übersicht


Landlertracht in Bildern

Bilder aus dem Buch von Hassfurther, Lore-Lotte und Bilder von Bekannten und Verwandten. Grosspold Maenner Tracht

Die Landler Männertracht von Grosspold mit Hochzeitsschmuck auf dem Hut.
Die jungen Herren beim Wein trinken. (wie solls den anders sein in Großpold)
(Bild von Josef Pichler)

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Landler, Vergessene altösterreichische Tracht in Siebenbürgen

Bilder aus dem Buch von Hassfurther, Lore-Lotte und Bilder von Bekannten und Verwandten.
Ehepaar Grosspold Tracht Fam. Kramer Grosspold Tracht
Grosspold Trachtjunges Madel in Tracht
Bildaufnahmen aus Großpold - Trachten aus Großpold - Aus dem Buch von Hassfurther, Lore-Lotte (ed): Landler, Vergessene altösterreichische Tracht in Siebenbürgen.
Christa Wandschneider (Grosspold)Fam. Sonnleitner
links Fr. Christa Wandschneider geb Rieger und rechts die Fam. Sonnleitner (meine Urgroßmutter geb. Giltsch in der Mitte und mein Großvater David Sonnleitner steht ganz rechts) Maschen aus Grosspold
Einzelheiten der weiblichen Landlertracht: Maschen und Schleifen
Grosspold SchleifeGrosspold Schleife
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Die Trachten der "Landler" in der Hermannstädter Gegend und im Unterwald.

Von Luise Treiber- Netoliczka

I. Neppendorf und Großau.

Wem fielen sie nicht auf, die Landfrauen aus Neppendorf, wenn sie in ihrer netten, auf blau abgestimmten Alltagstracht mit den grün angestrichenen zweirädrigen Milchwägelchen schon am frühen Morgen durch die Straßen Hermannstadts eilen, oder die hübschen Landlermädchen, wenn sie am Sonntag zusammen mit ihren Burschen im Zentrum der Stadt umherschlendern. Rund viereinhalbtausend Landler gibt es in den drei Gemeinden Neppendorf, Großau und Großpold, anders in der Sprache und Kleidung, Sitte und Brauch als die mit ihnen zusammenwohnenden Sachsen, und doch hat sich, seit sie aus sozialen und Glaubensnöten nach Siebenbürgen auswanderten, bisher noch niemand mit ihrer Tracht eingehender beschäftigt, so daß dieser Aufsatz der erste Versuch ist, diese einmal zusammenfassend darzustellen.

In Neppendorf, das heute Hermannstadt eingegliedert ist, macht dieser fleißige und fortschrittliche deutsche Volkssplitter, der sich 1734 hier niederließ, gegenwärtig rund 80 Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Ernst und schwer wirkt neben der sächsischen die Landlertracht in ihrem strengen Schwarz bei Männern und Frauen, Jungen und Alten.

Die Männer tragen zur Sonntagstracht über den schwarzen Stiefelhosen und den schwarzen Westen den schlichten, langen, schwarzen Tuchmantel; der schwarze Hut beschattet ihr Antlitz, und nur die von manchen noch getragene bunt bestickte Samtkrawatte, entschieden nach sächsischem Muster gefertigt, bringt in diesen feierlichen Ernst etwas Frohes. (Abb.1).

Die Frauen zeigen sich auch sommers nicht wie die Sächsinnen in den leuchtenden weißen Trachtenhemden, sondern bedecken es mit einer schwarzen Schößchenjacke, zu dem ein schwarzer gereihter oder gefältelter Rock gehört, und nur die weiße, schön gezierte Schürze lockert diese fast schwermütige Feierlichkeit etwas auf, sowie das nie fehlende Halstüchel, das aus der Jacke hervortguckt und kunstvoll bestickt ist, und die bestickten Haubenbänder, die offenbar auf sächsischen Einfluß zurückzuführen sind. Der schönste Schmuck der Landlerfrau ist die kostbare Otterfellmütze, die in dieser Gemeinde vom oberen Fellrand bis zum Scheitel mit vier weihin glitzernden, symetrisch angebrachten Goldschnüren geziert ist, die sich auf dem Scheitel zusammen mit den Fellquästchen zu einem Bündel vereinigen. Unter dieser Mütze wird stets noch ein vorne geschlossenes Häubchen getragen, dessen farbige Zipfen sichtbar bleiben.(Abb.2). Das langärmelige Trachtenhemd, von dem man infolge der darüberliegenden Jacke, wie gesagt, nichts sieht, zeigt einen anderen Schnitt als das sächsische und ist mit schöner Weißstickerei geschmückt. In der letzten Zeit werden von der jüngeren Generation bei Hochzeiten und anderen Unterhaltungen auch kurzärmelige Hemdchen getragen. Dann schmückt sie das vorne zu schließende "rechte" Leibl, das den alten Landlerschnitt zeigt, oder der sächsische Brustlatz, der bekanntlich seitlich geschlossen wird. Das Landler Halstüchlein fehlt aber in beiden Fällen nie und gibt der Tracht das charakteristische Gepräge. (Abb.3). Sehr eigenartig ist der Kopfschmuck der Bräute. Während sonst die erwachsenen Mädchen den hängenden Zopf tragen, der mit einer großen Masche gebunden wird, ist das Haar der Braut,in zwei Zöpfe geflochten, auf der Mitte des Hinterhauptes hochgesteckt und "aufgenäht". Das geschieht so, daß man auf dem Hinterkopf den "Riegel", einen ovalen Kranz, aus festem Stoff befestigt und dann die beiden Zöpfe um ihn herumlegt. Dann werden an diesem mit einer großen gekrümmten Nadel die Zöpfe buchstäblich mit Hilfe einer Schnur angenäht. (Abb.4). Nachher wird der Haarkranz mit einem rosa Seidenband so dicht umnäht, daß nicht ein Härchen mehr hervorguckt. In das Oval des Riegels wird ein Sträußchen aus künstlichen Blüten befestigt, und nun bindet man um den Haarkranz das "Fissier", ein spitzenbesetztes, schwarzes, breites Seidenband, das den Rest der Haare völlig bedeckt und mit der schwarzen Tracht der Braut in Einklang steht.

Gerade weil diese alte Landlertracht von einem so schwermütigen Ernst beherrscht wird, will ein Teil der heutigen jungen Mädchen sie nicht mehr tragen. Auch die männliche Jugend lehnt die Tracht ab und geht bereits völlig städtisch gekleidet. So dunkel wie die Tracht sind auch alle Erzeugnisse des Hausfleißes: alles ist schwarz bestickt, die Kissen des hohen "Himmelbettes", der Überzug über dem "Tuchet" (Abb.5), die Tischdecken, die Wandbehänge usw. Die Tracht der Neppendörfer Landler zeugt aber in jedem Fall von einem alten, reichen Brauchtum, das den Bedarf an den verschiedenen Kleidungsstücken in seinen Abstufungen nach Alter, Jahreszeit und Gelegenheit genau vorschreibt und das auch heute noch eingehalten wird.

Die andere Gemeinde, in der Landler wohnen, die ungefähr zur gleichen Zeit die alte Heimat verließen, ist Großau, nur sechs Kilometer von Neppendorf entfernt. Daher ist auch die Tracht dieser Landler ungefähr die gleiche, nur macht sich hier der sächsische Einfluß stärker geltend. Nicht nur darin, daß in Großau sozusagen alle Landler fließend sächsisch sprechen, während in Neppendorf die Verkehrssprache vorwiegend das Landlerische ist, sondern auch in Tracht und Wohngestaltung bemerkt man das. Die Landlerfrauen tragen in Großau die Flechten im Kranz um das Haupt gelegt wie die Sächsinnen. Das Frauenhemd hat den sächsischen Schnitt mit der sächsischen Faltenreihung ("Gereihsel") an Vorderteilen und Rücken, und die Hemdärmel haben die sächsischen "Preisen" (Ärmelbündchen), nur sind die Reihmuster bedeutend schmäler und einfacher. Die schwarzen Tuchkittel werden nach sächsischem Muster unten mit einem schwarzen Samtstreifen besetzt, während die echten Landlerkittel diesen Schmuck nicht kennen. Hier gehen auch die Landlerfrauen im Sommer sonntags gleich den Sächsinnen mit den weiten Hemdärmeln und tragen sommers zur Leibchentracht das Michelsberger genetzte weiße Häubchen. (Abb.6). Das "Kurtechen"(eine Jackenart) wird von Landlerinnen und Sächsinnen in gleicher Weise getragen. (Abb.7). Die Otternfellmütze zieren hier nicht goldene, sondern nur schwarze Schnüre. Das "Aufnähen" der Braut ist hier ganz abgekommen. In Großau sieht man dafür ganz besonders schön gestickte Halstüchel, sei es aus Samt oder Seide. Die Männer tragen den langen schwarzen Feiertagsmantel, dem die Neppendörfer noch treu bleiben, nicht mehr. Den schwarzen Männerhut schmückt hier eine blaue Schnur über dem schwarzen Band, und die Burschen tragen rote "Tschucker" (Quasten). Das Bräutigamsträußchen wird hier nicht wie in Großpold vorne auf dem Hut befestigt, sondern nur seitlich. Aber Sträußchen tragen auch die anderen zur Hochzeit geladenen Burschen, und so unterscheidet sich der Bräutigam in nichts von seinen noch ledigen Kameraden! Im übrigen legen auch hier die jungen Leute die Tracht schon ab und gehen bereits in städtischer Kleidung zur Hochzeit . Ganz anders stehen in dieser Beziehung die Dinge in der dritten von Landlern bewohnten Gemeinde, in Großpold.

II. Großpold.

Sechsunddreißig Kilometer von Großau entfernt, jenseits der Wasserscheide, die die Hermanstädter Gegend vom Unterwald trennt, liegt die dritte der drei von Landlern bewohnten Gemeinden: Großpold, wohin die österreichischen Transmigranten rund zwanzig Jahre später kamen als nach Neppendorf und Großau, zwischen 1752 bis 1757; ja der letzte Zustrom erfolgte noch bis zum Jahre 1777. Während in Neppendorf und in Großau Heiraten zwischen Sachsen und Landlern eine Seltenheit sind, fand in dieser Gemeinde nahezu ein völliges Verschmelzen der beiden deutschen Stämme statt. Infoltgedessen sind sie auch trachtlich kaum voneinander zu unterscheiden, und zwar hat die Tracht der Landler den Sieg davongetragen! Man sieht in diesem Dorf keine "gebockelte" Frau mehr und kein "Bortenmädchen". Trotzdem weisen einige Merkmale der Großpolder Tracht deutlich auf Unterwälder sächsischen Einfluß hin; liegt doch Urwegen mit seinen schönen, gut erhaltenen Trachten ganz nahe an Großpold. Die Großpolder Tracht zeichnet sich aber auch durch gewisse Eigentümlichkeiten aus, die wir in den anderen beiden Landlergemeinden nicht finden, und dieses hängt vermutlich mit ihrer später erfolgten Einwanderung zusammen. Jedenfalls ist der Trachtenreichtum in Großpold so groß, daß er den Neppendorfs womöglich noch übertrifft! Gerade deshalb ist auch hier der Gebrauch der einzelnen Trachtenstücke nach Alter, Gelegenheit und Jahreszeit genau geregelt und wird aufs einheitlichste durchgeführt. Niemand trägt z.B. vor dem 1. November die pelzverbrämte Wintertracht (Abb.9), und niemand legt sie eigenmächtig vor der vorgeschriebenen Zeit ab, mag das Wetter sein, wie es wolle.

Das Trachtenhemd der Frauen, das einen vom Neppendörfer und Großauer Hemdchen abweichenden Schnitt hat, ist nach Untewälder Art mit perlenbestickten "Preiseln" versehen; früher war diese Perlenstickerei sehr bunt, heute wire lieber nur eine einzige Farbe verwendet, aber in zwei Schattierungen, hell- und dunkelblau, hellgrün und dunkelgrün usw. Auf das Hemd wird im Sommer entweder das "rechte" Leibl, d.h. das echte vorne durchgeknöpfte Landler-Leibchen mit tiefem Ausschnitt und unten ausgezackten Rand getragen oder der seitlich geschlossene sächsische "Brustlatz". Das Halstüchel darf in beiden Fällen nicht fehlen; es wird von Alten und Jungen in gleicher Weise getragen und gehört zur Wochen- und Sonntagstracht. Der schwarze weite Rock, die weiße Schürze (bei Alten die schwarze) vervollständigen diese Sommertracht. Natürlich darf eine entsprechende Kopfbedeckung bzw. ein Kopfschmuck nicht fehlen, und darin gibt es eine reiche Auswahl! Die erwachsenen Mädchen tragen den Zopf auf dem Rücken hängend und schmücken ihn mit einem langen Band. Ist dieses rot, und zwar auch wochentags, so haben wir es mit einer Verlobten zu tun. Am Hochzeittage tauscht die Braut es in ein schwarzes Samtband ein, das bunt bestickt ist. Es ist das einzige Zeichen, das sie an ihrem Hochzeitstage von ihren unverheirateten Gespielinnen unterscheidet! (Abb.10). Die junge Frau trägt im ersten Jahr ihrer Ehe eine weißseidene "Spitzlhaube", die eine feingefältelte, steif in die Höhe ragende, ebenfalls weiße Spitze schmückt. Alle anderen jungen Frauen setzen die schwarze "Spitzlhaube" auf (Abb.11). Ältere Frauen bedienen sich des weißleinenen Kopftuches, das sie "über den Mund" tragen, d.h., sie verschlingen die beiden Zipfen unter dem Kinn und binden sie im Nacken festl. Der dritte Zipf hängt enweder frei über den Rücken, oder er wird unter die Jacke gesteckt. In diesem Falle ist das Aussehen der Frauen, zusammen mit der sonst ganz schwarzen Kleidung, nahezu nonnenhaft. Ganz alte Frauen nehmen das schwarze Kopftuch. Der kleidsamste Kopfputz ist das hauchdünne, schön bestickte Kopftuch aus weißem Organdi, das den Hals freiläßt und gerade dadurch zusammen mit der Leibchentracht sehr jugendlich wirkt. Es wird hinten so gebunden, daß von den zwei großen "Kokosch" genannten Zipfen von vorne wenigstens der eine gut sichtbar ist. Es wird vor allem bei Hochzeiten von den jungen Frauen getragen und geht entschieden auf Unterwälder sächsischen Einfluß zurück, denn auch in Urwegen wird dieses Kopftuch benützt (Abb.12). Unter jedem Kopftuch wird noch ein spitzenbesetztes Häubchen getragen, dessen Spitzen unter dem Tuch hervorlugen. Es gehören dazu stets noch die bestickten Haubenbänder, sogar wochentags. Die Haartracht der Großpolder Frauen weicht von denen der anderen Landlerfrauen ab. Sie tragen keinen Scheitel in der Mitte, sondern kämmen ihr Haar glatt zurück, binden den im Nacken geflochtenen, hochgeschlagenen Zopf auf dem Scheitel mit einem Band fest und biegen dessen Ende um. Es ist im wesentlichen eine Haartracht, wie wir sie auch in einigen deutschen Gemeinden des Banates finden.

Die Männertracht unterscheidet sich von der der anderen Landlergemeinden dadurch, daß die "Guip" (der Rock) und das "Leibl" (die Weste), das über die Guip angezogen wird, mit großen Messingknöpfen versehen ist, aber nur bei den jüngeren Leuten. Dreireihig leuchten dann die funkelnden Knöpfe und hellen die sonst ganz schwarze Kleidung lustig auf. Die Krawatte, je nach Alter und Gelegenheit aus heller oder dunkler Seide gefertigt und mit Perlenstickerei geschmückt, ist heute so winzig klein,daß sie als belebender Farbfleck kaum mehr in Erscheinung tritt. Der lange, schwarze, innen mit weißem Schafwollstoff gefütterte Landlermantel, wie er in Neppendorf noch zu sehen ist, wird hier nicht mehr getragen. Im Winter wird ein dreiviertellanger Übermantel, "Ruck" genannt benützt. Als Winterschutz diente früher noch die "Sarik", ein- wie schon der Name sagt - von den Rumänen übernommenes Trachtenstück (sarica). Den großen runden Bauernhut aus schwarzem Filz schmückt außer dem schmalen schwarzen Samtband eine grüne Schnur, die keck über den Hutrand fällt. Der Bräutigam hat auf dem Hut den "Puschen"(Abb.10), einen steilaufragenden, mächtigen Blumenstrauß, aus künstlichen Blumen gefertigt, der lebhaft an den Urweger Bräutigamsstrauß erinnert. Auch die Brautführer haben einen ähnlichen Strauß, aber nur kleiner. Früher wurden diese Hochzeitbuschen aus der Stadt gekauft; heute legen die Großpolder Mädchen einen großen Wert darauf, sie selbst anzufertigen. Sind sie es doch gewöhnt, auch das Namenstagskränzel für den Herzallerliebsten selber herzustellen, der ihn dann, wenn er mit dem Mädchen die Ehe eingehen will, am nächsten Morgen ins Fenster hängt, so daß ihn alle Leute bewundern können. Lehnt er das Mädchen jedoch ab oder ist seine Mutter mit der Wahl nicht einverstanden, so muß man das "Kränzl" -- auf der Stalltür suchen! Die verheirateten Männer tragen als Abzeichen ihrer Würde als Hochzeitsväter und Hochzeitsgäste je nach Alter rosa oder weiße Papierrosen, ebenfalls von den Mädchen zierlich gearbeitet, im Knopfloch. Es ist ein eindrucksvolles Bild, wenn man einen Hochzeitszug wohlgeordnet und doch in fröhlicher Stimmung durch die Straßen Großpolds schreiten sieht. Eine Trachtenschau ohnegleichen!

Es wäre natürlich norwendig, dem genau nachzuforschen, wie die Kleidung der österreichischen Transmigranten war, als sie vor zweihundert Jahren in ihre neue Heimat kamen, und inwiefern die heutige Landlertracht noch der österreichischen als Ganzes und im Einzelnen gleicht. Dieses ist gegenwärtig aber ein noch völlig unerforschtes Problem und muß einer später zu erfolgenden Forschung vorbehalten bleiben.

Um die Aufhellung der Geschichte der Landler und um die Erforschung ihrer Mundart hat sich Dr. Bernhard Capesius besondere Verdienste erworben. Vgl. dazu seine Arbeiten: I) Die Umsiedlung der Landler im 18. Jahrhundert nach Siebenbürgen. In "Neuer Weg", Bukarest, Januar 1956); 2) Märturii despre starea transmigrantilor protestanti din Austria in Transilvania din secolul al XVIII-lea. In "Studii".Revista de istorie; Zeugnisse über den Stand der protestantischen Transmigranten aus Österreich nach Siebenbürgen im 18. Jahrhundert. Erschienen in "Studii", Zeitschrift für Geschichte, Bukarest, Jahrgang IX, Nr.4 (1956), S.89-93. -3) Dialectul german "Landlerisch" din Transilvania. In Revista de filologie romanicä si germanicä. Die deutsche Mundart der "Landler" in Siebenbürgen. Erschienen in er Zeitschrift für romanische und germanische Philologie, Bukarest, Jahrgang I (1957), S.157-166.-4) Die Landler in Siebenbürgen. Velag der Akademie der R.V.R., Bukarest, 1962. 8°, 190 Seiten

Wir weisen auch auf den Aufsatz "Muß ich schon vertrieben sein" von Sepp Scheerer im Jahrbuch 1957 des Sieb.-sächs. Hauskalenders hin

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