Entnommen aus (SWS): Geschichte Siebenbürgens
In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden durch die österreichischen Behörden
protestantische Familien aus Deutschland und Österreich nach Siebenbürgen
umgesiedelt. In einigen sächsischen Dörfern wie Neppendorf,
Großau und Großpold faßten sie Fuß und geben als »Landler« diesen Gemeinden,
gerade vom volkskundlichen Standpunkt, auch heute noch ihr besonderes Gepräge.
Der Begriff "Landler" bezeichnet eine Gruppe gottesfürchtiger Protestanten aus
Österreich, die im 18. Jahrhundert von katholischen Landesherren
nach Siebenbürgen verbannt wurden. Die Landler leben heute in
drei Dörfern bei Hermannstadt gemeinsam mit Sachsen, Rumänen
und Zigeunern. Doch ihre Kultur ist dem Untergang geweiht. Die
meisten jungen Leute haben ihre Heimat nach der Öffnung 1989/90
verlassen.
Vor über 200 Jahren, hauptsächlich zur Zeit Maria Theresias und ihres Vaters wurde evangelische Familien, die sich nicht katholisch machen ließen aus dem Salzkammergut und auch anderen Landesteilen des heutigen Oberösterreich nach Siebenbürgen vertrieben. Sie und ihre Nachfahren, von denen noch ca. 300 in den Landlerdörfern rund um Hermannstadt (rum. Sibiu) im rumänischen Siebenbürgen leben, werden Landler genannt.
Landler (im Internet-Lexikon)
Zw. Juli 1734 und November 1737 wurden 160 protest. Familien (624 Personen)
aus dem Salzkammergut in 7 Transporten zwangsweise nach Siebenbürgen umgesiedelt
und erhielten v. a. in Neppendorf und Großau bei Hermannstadt (Sibiu, RO) Bauerngüter
zugewiesen.
Obwohl in den ersten 18 Monaten ein Viertel der Deportierten starb,
gelang es ihnen, als Gemeinschaft fortzubestehen und ihren Dialekt bis in die Gegenwart
zu erhalten.
Erst seit etwa 1990 löste sich die ca. 5000 Personen
zählende Gemeinde durch Übersiedlung der jüngeren Mitglieder nach Deutschland und Ö. auf.
Also in Transylvania
are the Landler from the towns of Turnisor (Neppendorf),
Christian (Grossau) and Apoldul de Sus (Grosspold) came between 1734 and 1762
from Carinthia, Styria and the Upper Austrian area around Bad Ischl.
Landler, newly arrived colonists who are in their majority Germans,
Nicht verwechseln mit Ländler Ländler (vermutlich abgeleitet von (siehe) "Landl", dem oö. Kerngebiet), Sammelbegriff
für figurenreichen, urspr. improvisierten Paarrundtanz im langsamen Dreivierteltakt
(seltener Zweivierteltakt), bei dem oft gesungen, gejodelt, geklatscht oder gestampft wird.
Um 1500 erste Bildzeugnisse; bis etwa 1800 wird der L. als allg. übliche Tanzform nur als
"Tanz" bezeichnet. Er beeinflußte die Gesellschaftstänze des 18. Jh. (Styrienne, Tyrolienne),
die Kunstmusik ("Dt. Tänze") und die Entwicklung des Wr. Walzers. Typen des L. sind Wickler,
Steirischer und Almerischer als Werbetänze mit oft komplizierten Armverschlingungen;
das Salzkammergut kennt eine Sonderform mit Singen und Klatschen.
Im Unterschied dazu ist der "Landler" (ausgebildet im oö. Hausruck-, Traun- und Innviertel)
ein streng geregelter, geschrittener Gruppen-L. ohne Liebeswerbung und Gebärdenspiel,
jedoch mit komplizierter, vielfältiger Figurenfolge und mehrstimmigem Gesang
("Zettellandler"). (siehe) Schuhplattler in Ti. und Teilen von Sbg.