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Landler im Spiegel deutscher Medien (Teil III)

Soeben ist der dritte Teil des Sammelbandes "Die Landler im Spiegel der deutschsprachigen Presse" von Georg Kramer neu erschienen. Die darin abgedruckten Beiträge spiegeln wider, wie das Rumänien der Wendezeit, wie Siebenbürgen und seine Deutschen im Ausland gesehen und beurteilt wurde.

Mehr als 50 Jahre nach dem letzten großen Krieg in Europa greifen die Medien in Deutschland und Österreich verstärkt Themen der Zeitgeschichte auf. Wie aktuelle Sendereihen im Fernsehen, Sachbücher, Zeitungsartikel und Videos belegen, interessiert sich eine breite Öffentlichkeit für die Kriegsjahre und ihre Auswirkungen in Bezug auf die Deutschen und Volksdeutschen, deren Geschichte noch lange nicht hinreichend aufgearbeitet ist. So auch im Falle der Landler, deren Vorfahren Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem österreichischen "Landl", aus der Steiermark und Kärnten, dem Land ob der Enns und einige wenige aus Tirol nach Siebenbürgen transmigriert (umgesiedelt) wurden.

Wie denkt und urteilt das Ausland über Rumänien, Siebenbürgen und seine Deutschen? - Dieser Frage widmet sich der soeben neu erschienene dritte Teil des Sammelbandes "Die Landler im Spiegel der deutschsprachigen Presse" von Georg Kramer. Der aus Großpold stammende Herausgeber beleuchtet darin vor allem die österreichische Perspektive. Für den vorliegenden Band sammelte Kramer insbesondere Zeitungsartikel aus der Zeit vor der Wende (1989), die meisten davon aus der österreichischen Presse und der Siebenbürgischen Zeitung, desgleichen relevante Artikel aus dem Internet.

Zu der im Fokus dieses Bandes stehenden Schwellenzeit saß ein Großteil der Landler auf gepackten Koffern in Richtung Westen, nichtsahnend, was auf sie in der neuen Heimat zukommen würde. "Mit diesem Band will ich die Zeitungsartikel auch solchen Leuten näher bringen, die keinen Zugang zum Internet haben. Viele Beiträge sind auch deshalb interessant, weil sie über uns geschrieben sind, ohne dass wir die Zeilen zu Auge bekommen hätten", so der Herausgeber in seinem Vorwort.

Der dritte Band gliedert sich wie schon die ersten beiden in die Abschnitte: Landler allgemein, Neppendorf, Großau und Großpold. Ein weiteres Kapitel fasst lesenswerte Artikel über Rumänien, Siebenbürgen und andere volksdeutsche Gruppen zusammen. Überdies gibt es Literaturhinweise zu den Landlern und deren Geschichte, Trachten, Bräuche, Kirche und Glauben.

Ebenso wie diese Neuerscheinung sind auch die Teile 1 und 2 des Sammelbandes "Die Siebenbürger Landler im Spiegel der deutschsprachigen Presse" bei Georg Kramer, Adolf-Baeyer-Damm 40, 81735 München, Telefon: (0 89) 67 90 83 32, E-Mail: jirg@gmx.de, zu bestellen. Der Preis für Teil 3 beträgt 16 Euro zuzüglich Versand. Umfangreiche Informationen über die Landler können auch im Internet unter www.landler.com (Webmaster: Robert Sonnleitner) abgerufen werden.


Landler im Spiegel deutscher Medien (Teil II)

Der zweite Teil eines Pressespiegels mit zahlreichen Artikeln aus deutschsprachigen Zeitungen zum Thema Landler in Siebenbürgen wurde kürzlich von Georg Kramer (Herkunftsort: Großpold) herausgegeben. Der erste Sammelband, der im vorigen Jahr erschienen war, wird nun um viele Zeitungsausschnitte über Landler im Allgemeinen sowie über die Gemeinden Großpold, Großau, Neppendorf ergänzt.
In seinem Vorwort zitiert Kramer eine witzige Geschichte, die die Ankunft der neuen Siedler auf einem Fuhrwerk in Siebenbürgen veranschaulicht. Zudem findet der Leser alte Ansichtskarten, Artikel aus dem Internet sowie informative Faltblätter, die zu unterschiedlichen Themen und Anlässen herausgegeben wurden. Einen zusammenfassende Tabelle am Ende des Bandes bietet einen Überblick über die Zahl der Artikel und die zitierten Publikationen.

Die Vorfahren der Landler wurden Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem österreichischen "Landl", aus der Steiermark und Kärnten, dem Land ob der Enns und einige Wenige aus Tirol nach Siebenbürgen transmigriert (umgesiedelt). Die "abtrünnigen" Evangelischen, die an ihrem Glauben festhielten, verblieben also innerhalb der damaligen österreichisch-ungarischen Grenze, um als fleißige Waldarbeiter, Bauern und gute Handwerker für "Kaiser und Krone" nicht verloren zu gehen. In seinem Vorwort zitiert Kramer eine witzige Geschichte, die die Ankunft der neuen Siedler auf einem Fuhrwerk in Siebenbürgen veranschaulicht. In Großpold, dem westlichsten Ort der so genannten drei Landlergemeinden, seien die Halterungen der Schossleiter, des hinterer Teils des Leiterwagens, gerissen. Die Geselligsten unter den Mitfahrenden seien dabei heruntergefallen und in Großpold verblieben. In Großau, nach ca. 20 Kilometer, sei dann das rechte Hinterrad gebrochen, und so seien auch hier einige "auf der Strecke" geblieben. Weiter östlich, nach etwa zehn Kilometern, vor den Toren Hermannstadts, sei schließlich das gesamte Fuhrwerk zusammengebrochen, und deshalb hätten sich die meisten "Transmigranten" in Neppendorf niedergelassen. Nur wenige von ihnen seien danach zu Fuß weitergewandert, etwa nach Hermannstadt, Heltau oder in andere sächsische Ortschaften Siebenbürgens.

Teil 1 und 2 des Sammelbandes "Die Siebenbürger Landler im Spiegel der deutschsprachigen Presse" sind zum Preis von je 25 DM, zuzüglich Porto, bei Georg Kramer, Adolf-Baeyer-Damm 40, 81735 München, Telefon: (0 89) 67 90 83 32, E-Mail: jirg@gmx.de, zu bestellen. Umfangreiche Informationen über die Landler können im Internet unter www.landler.com (Webmaster: Robert Sonnleitner) abgerufen werden.


Die Landler im Spiegel der deutschsprachigen Presse (Teil I)

Ein Pressespiegel mit zahlreichen Artikeln aus deutschsprachigen Zeitungen zum Thema Landler in Siebenbürgen wurde kürzlich von Georg Kramer (Herkunftsort: Großpold) und Robert Sonnleitner (Herkunftsort: Neppendorf) herausgegeben. Die Veröffentlichung gewährt Einblick in die Geschichte der protestantischen Splittergruppe, die sich im 18. Jahrhundert in den nach ihr so benannten Landlergemeinden Neppendorf, Großau und Großpold in Siebenbürgen angesiedelt hat und heute zum Großteil in Rumänien, Süddeutschland und Österreich lebt. Wie dem Vorwort zu entnehmen ist, erfährt der Leser, wie die Landler in der Vergangenheit von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden und wie sie sich heute in der Öffentlichkeit präsentieren. Die einzelnen Artikel vermitteln je nach Sichtweise des Autors und Herausgebers unterschiedliche Bilder über die Landler und deren Heimatorte.

Die von Georg Kramer in langjähriger Arbeit gesammelten Zeitungsausschnitte lagen zum Teil nur in sehr schlechter Qualität vor, durch moderne Kopiertechnik konnte die Lesbarkeit wesentlich verbessert werden. Die Publikation ist in vier Teile gegliedert. Der erste Teil, "Landler allgemein", umfasst Meldungen und Berichte, die keinem der drei Landlerorte zuzuordnen sind. Im zweiten bis vierten Teil geht es um Neppendorf, Großau bzw. Großpold. Beim Durchblättern der nach Erscheinungsdatum geordneten Seiten findet der Leser wertvolle Veröffentlichungen, etwa die Beitragsreihen des bekannten Historikers, Heimatforschers und Pfarrers Dr. Hellmut Klima (1915-1990), die in der Hermannstädter Zeitung Die Woche veröffentlicht wurden. Klima war 1940-1980 Pfarrer in Neppendorf und hat sich nicht nur im Dienste der Landler einen Namen gemacht, sondern er gilt auch als einer der profiliertesten Kenner der Geschichte Siebenbürgens im 18. und 19. Jahrhundert überhaupt. Besonders lesenswert ist auch der älteste Artikel, den die Herausgeber zum Thema Landler ausfindig machen konnten und der 1899 im Siebenbürgisch-deutschen Tageblatt erschienen ist. Übrigens sind die meisten Artikel der Hermannstädter Zeitung (zeitweilig: Die Woche) und dem Neuen Weg (seit 1993: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien) entnommen. Viele Artikel stammen auch aus der Siebenbürgischen Zeitung und dokumentieren vor allem das Leben in der neuen Heimat. Zudem können einige Artikel aus der österreichischen Presse gelesen werden.

Der 266 Seiten starke Pressespiegel, Format DIN A4, mit Spirale gebunden, ist zum Preis von 30 DM, einschließlich Porto und Versand, bei Georg Kramer, Telefon: (0 89) 67 90 83 32, E-Mail: kramer@landler.com, erhältlich. Umfangreiche Informationen über die Landler können im Internet unter www.landler.com abgerufen werden.


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